Wie eine SoLaWi entsteht...

24.03.2022

Wer noch nicht weiß, was eine SoLaWi ist, hier eine kurze Erklärung:

SoLaWi ist die Abkürzung für "Solidarische Landwirtschaft". Eine Gruppe von Menschen schließt sich zusammen mit einem regionalen landwirtschaftlichen Betrieb, um dessen Arbeitsleistung zu unterstützen (z.B. in Form einer Genossenschaft, GbR oder Verein etc.). Dabei kann die Unterstützung sowohl finanzieller Art als auch durch Mitarbeit erfolgen. Der Betrieb liefert im Gegenzug Produkte direkt an diese Gruppe.

Eine detaillierte Erklärung findet sich hier: https://www.solidarische-landwirtschaft.org/das-konzept/was-ist-solawi

Unsere Landwirte haben es heute wirklich schwer. Viel zu viele Verordnungen, Konkurrenz aus dem Ausland, Dumpingpreise... Wir haben eine Alternative gefunden! Vielleicht bist Du auch mit dabei?

Seit ein paar Monaten bereits, bin ich Teil einer Gruppe von Menschen, die die heimische Landwirtschaft schätzen - und auch fördern möchten. Uns geht es - neben der finanziellen Förderung des Landwirts - um wirklich gute "Qualität" - und keine billige Massenware. Unser Essen ist schließlich der Treibstoff für unseren "Motor". Je nachdem, welchen "Treibstoff" wir nutzen, wird es uns gut oder schlecht gehen. Was heute in den Supermärkten häufig angeboten wird, ist längst nicht das, was wirklich als "gesunde Nahrung" zu verstehen ist.

Wir haben das Glück, dass in unserer Gruppe eine Landwirtsfamilie dabei ist, die seit Jahren bio-dynamische Landwirtschaft nach den geisteswissenschaftlichen Grundlagen Rudolf Steiners betreibt. Sie stellen also "Demeter-Qualität" her. Das beste an Lebensmittelqualität, das derzeit auf dem Markt ist!

Seit Jahren bereits hat unser Landwirt mit seiner Familie den Boden aufgewertet, mit - für konventionelle Landwirtschaftsverständige nicht nachvollziehbaren Methoden. Die Karotten, die ich im Herbst letzten Jahres von dem Betrieb geschenkt bekam, haben wundervoll und sehr gehaltvoll geschmeckt! So wie früher - aus dem echten "Bauerngarten".

Sein Know-How verdient einfach Anerkennung! Und nicht nur das: Zwischen Landwirt und Verbrauchern entsteht eine echte Win-Win-Situation. Bis dahin ist aber noch ein Stück Wegs zu gehen.

Was wir derzeit machen:

Im März 2022 haben wir damit begonnen, die neuen Gemüsebeete anzulegen (siehe Foto). Stück für Stück haben wir den Boden umgegraben - per Hand. Als ich den Landwirt fragte, warum er nicht einfach mit seinem Trecker drüberfahren könnte, um den Boden umzupflügen, schmunzelte er: "Ihr sollt auch wieder guten Kontakt zur Erde bekommen". Da hatte er wohl recht. Wir müssen wieder lernen, wo unsere Nahrung wirklich herrührt!

Saatgut ist schon bestellt. Die Anzuchtbeete werden derzeit vorbereitet.

Wer sich für unsere SoLaWi interessiert, möge mich gern anschreiben.

Wir haben langfristig vor, ca. 100 Menschen mit Gemüse, aber auch mit Rindfleisch, Geflügel und Eiern - zu versorgen. Noch gibt es freie Plätze zur Teilnahme. Zu weit wegwohnen solltet Ihr nicht. Die SoLaWi befindet sich zwischen Grünstadt und Enkenbach-Alsenborn.

Ein Spendenkonto für dieses Projekt - mit Namen "Ramosa" - ist bereits eingerichtet. Aber es soll natürlich nicht bei den Spenden bleiben!

Wer nicht gerade in der Nähe wohnt und sich trotzdem einem Betrieb nach dem Prinzip der "Solidarischen Landwirtschaft" anschließen möchte, kann sich gern bei https://www.solidarische-landwirtschaft.org/ nach Betrieben in der eigenen Umgebung umsehen - und sich dort anschließen.