Waldbaden - Was ist das eigentlich?

09.07.2021

Gerade konzipiere ich den nächsten "Waldbadenkurs". Diesmal für die Mitglieder einer Krankenkasse. Das freut mich sehr!!! Diese "Krankenkasse" würde vielmehr den Namen "Gesundheitskasse" verdienen!

Ich habe mir schon sehr viele Gedanken über das "Waldbaden" gemacht. Wenn ich persönlich eine Definition abgeben darf: "Waldbaden" ist eine sehr gute Möglichkeit, wieder mit sich selbst und der Natur in Einklang zu kommen. Zuerst kommt man ZU SICH, später zu der natürlichen Umgebung.

Der Wald ist Gesundungsort!!!

"Waldbaden" hat viel mit Wahrnehmung zu tun. Wir öffnen unsere Sinne, wir kommen im Hier und Jetzt an. Wir erleben den Augenblick - DAS ist gerade unser Leben!!! - und setzen uns auch mit uns selbst auseinander: Was will ich in meinem Leben, welchen Weg will ich weiter gehen?

Das "Waldbaden" kann auch einfach nur bloße Freude sein: Freude, diese wundervollen Geschöpfe rings herum endlich einmal bewusst wahrzunehmen. Jede Pflanze, jedes Tier, jedes Geschöpf ist an sich einzigartig. Hat man seine Sinne geöffnet, findet man Zugang zu einer neuen (eigentlich alten) Welt. 

Ob wir nun die wundervolle Geometrie einer Blume, eines Zapfens erkennen, ob wir die Ameisen und ihren perfekt funktionierenden "Staat" beobachten, ob wir "Spuren" nachgehen - und uns Gedanken machen, welche "Spuren" wir in unserem Leben hinterlassen möchten... 

Das "Waldbaden" birgt unendliche Möglichkeiten, wieder "anzukommen", anzukommen im echten Leben, bei sich - und das in Verbindung mit unserer Mutter Erde. Wie "nachhaltig" wirkt doch ein Gang zu Fuß! Ganz barfuß eben - den Boden unter sich spüren, der uns trägt. Die Wenigsten kennen das noch.